PMR-Funk
PMR bedeutet Private Mobile Radio und wird häufig auch als PMR 446 bezeichnet. PMR ist relativ neue Variante des Jedermannfunks, der im Frequenzbereich von 446,000–446,100 MHz stattfindet. In diesem Frequenzbereich gibt es Acht Kanäle mit einem Kanalabstand von 12,5 kHz. Zusätzlich können diese Acht Kanäle mittels Pilottonverfahren (z. B. CTCSS (Continous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continous Tone Coded Squelch System) oder DCS (Digitally Coded Selectivecall)) in Benutzergruppen unterteilt werden, wodurch mehrere Funkgespräche auf einem Kanal stattfinden können ohne sich gegenseitig zu stören. Durch dieses Verfahren wächst die Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanäle auf bis zu 68 an.
Die Leistung der PMR-Funkgeräte, bei denen es sich in über 99% um Handfunkgeräte handelt, ist vom Gesetzgeber auf 500 mW (ERP) begrenzt. Das bedeutet, dass man unter optimalen Bedingungen eine Strecke von bis zu 5 km überbrücken kann. In bebauten Gebieten oder gar in Gebäuden ist die Reichweite deutlich geringer. Modifikationen an den fest angebauten Antennen sind wiederum gesetzlich verboten. Allerdings hat die geringe Reichweite den Vorteil, dass nur selten mit Störungen durch andere Funker zu rechnen ist.
Alles in allem sind diese kleinen Dinger eine gute und vor allem kostengünstige Variante mit Freunden, Kollegen oder Familie auf kurzen Distanzen zu kommunizieren. Allerdings sollte man bei den Geräten nicht unbedingt sparen, Qualität hat auch hier ihren Preis.
Für den PMR-Funk benötigt der Benutzer, im Gegensatz zu den Amateurfunkern, keine spezielle Ausbildung oder amtlichen Prüfung. Kaufen und Einschalten reicht also völlig aus.
Der Betrieb von PMR-Funkgeräten ist in den meisten europäischen Ländern gestattet.
Übrigens: Das "Handyverbot am Steuer" gilt nicht für Funkgeräte jeglicher Art. Näheres siehe hier.