CB-Funk

CB-Funk (engl. für "Bürger-Band" oder besser "Jedermannsfunk") ist ein Hobby, welches weltweit von Begeisterten betrieben wird. In der Regel findet der Funkverkehr innerhalb eines überschaubaren Gebietes statt, aber bei guten Bedingungen kann es auch schon einmal bis in die Nachbarländer reichen. Ein Erfolg, auf den jeder Funker stolz ist, besonders, wenn er ihn mir seiner Anlage von zu Hause aus erreicht hat. (Mit Funkgerät in Urlaub fahren kann schließlich (fast) jeder.)

Seit 1975 gibt es den in den USA entstandenen CB-Funk auch in Deutschland. Anfangs mit nur 12 Kanälen (heute die Kanäle 4-15) AM auf denen mit 0,5 W gesendet werden durfte. Die Funkanlagen mussten einzelnen genehmigt werden und Funkverkehr war auch nur innerhalb Deutschlands erlaubt. Anfang der 1980er Jahre wurde dann der Funkbetrieb auf den heutigen Kanälen 1-22 FM erlaubt. Die Ausgangsleistung blieb aber gleich, was natürlich zu Reichweiteeinbußen führte. Der Betrieb war weiterhin nur mit Stationen in der BRD erlaubt. Ende 1982 wurde dann die bis heute gültige CEPT-Regelung eingeführt. Durch sie wurde die Anzahl, Frequenz und Sendeleistung international geregelt und festgeschrieben. Die heutigen Kanäle 1-40 FM mit 4 Watt Sendeleistung rühren daher. Anfang der 1990er Jahre wurde dann von Deutschland der CB-Funk-Bereich noch einmal erweitert. Heute gibt es zu den "alten" 40 FM und 12 AM Kanälen noch 40 weitere FM Kanäle (41-80), deren Frequenzen unterhalb der Kanäle 1-40 liegen. Ende der 1990er wurde dann der Betrieb auf von SSB auf den AM-Kanälen erlaubt. Seit 2005 sind AM und SSB nun auf den Kanälen 1-40 bundesweit erlaubt.

Die Hauptbetriebsart ist der Sprechfunk, daneben gibt es auch noch digitale "Spielarten", wie zum Beispiel Packet Radio, SSTV (Slow Scan TV), u. ä. In Deutschland ist es momentan so, dass auf den Kanälen 1-40 in den Betriebsarten AM, FM und SSB gesendet werden darf, auf den Kanälen 41-80 ist nur FM erlaubt und die Schutzabstände zu den Nachbarländern sind zu beachten. Alle CB-Funkgeräte sind anmelde- und gebührenfrei. Die Gesetzeslage kann auf der Startseite des Mobilfunkbereiches unter "Rechtliches" nachgelesen werden, wobei hierbei versucht wird immer auf dem aktuellen Stand zu sein, trotzdem kann und wird keinerlei Gewähr für die Aktualität oder Richtigkeit der dort gemachten Aussagen übernommen. Wichtige und immer aktuelle Informationen erhält man bei der "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post" (RegTP), die auch die Adressen der Außenstellen veröffentlicht, bei denen man sich persönlich beraten lassen kann. Die Regulierungsbehörde heißt seit dem 13.7.2005 " Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen", wodurch sich aber für den Funkfreund nichts ändert.

Es gibt drei verschiedene Arten von CB-Funkgeräten: Hand-, Mobilfunkgeräte und sogenannte Heimstationen. Die am häufigsten verwendeten Geräte sind die Mobilfunkgeräte, da sie sowohl im Fahrzeug als auch zu Hause in der Funkecke eingebaut und betrieben werden können. Heimstationen haben den "Vorteil", dass das Netzgerät und evtl ein SWR- und oder S-Meter schon eingebaut sind. Man muss also nur noch das Netz- und das Antennenkabel anschließen und schon kann es losgehen. Handfunkgeräte hingegen sind klein und mit dem Akkupack betrieben, kann man sie immer dabei haben. Wobei diese Praxis heute im Zeitalter der "Handys", außer bei Behörden und vereinzelten anderen Firmen, die schnell eine Gruppe von Personen informieren müssen/wollen, nur noch selten anzutreffen ist. Das kleine Mobiltelefon ist einfach handlicher und vielseitiger, wenn auch mit dem Nachteil, dass immer nur eine Person eine Nachricht bekommen kann, es gibt nicht die große offene Gesprächsrunde, bei der alle (auch ungebetene) zuhören und so schnell auf den aktuellen Stand gebracht werden können.

Die Reichweite der CB-Funkanlage hängt sehr stark vom Standort der Antenne ab. Allgemein läßt sich feststellen, dass für eine große Reichweite ein möglichst freier und hoher Standort sowie eine gute, lange Antenne die Voraussetzung sind. Hier einige realistische Reichweiten:
Handfunkgerät <-> Handfunkgerät 500 m bis 5 km,
Mobilgerät <-> Mobilgerät 1 km bis 10 km,
Feststation <-> Feststation 10 km bis 50 km.

Das Funken selbst ist eigentlich einfach: Man denkt sich einen Skip (= Rufnamen) aus und legt los. Dieser Skip sollte möglichst einmalig und nicht zu komliziert, also für alle aussprechbar sein. Zu Beginn ist es ratsam ersteinmal zuzuhören. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür wie Funkgespräche ablaufen. Durch das Zuhören lernt man auch, problemlos in eine Funkrunde einzusteigen. Ist man dann in die Gesprächsrunde auf genommen, hilft es imens, wenn man sich als Neuling zu erkennen gibt. Es dürfte dann niemanden geben, der nicht von sich aus seine Hilfe zu Fragen der Technik oder allgemeiner Natur anbietet. Auf diese Weise erfährt man auch sehr schnell, ob der ausgewählte Skip eventuell schon vergeben ist, was dann zu auf Dauer nervigen Verwechslungen führt, aber durch einen neuen Namen auch schnell behoben werden kann.
Das Wichtigste sind die Umgangsformen. Um es mit verkürzten KANT'schen Worten auszudrücken: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem andern zu!" Es werden also die normalen Formen des guten Umgang mit- und untereinander vorausgesetzt. Man sollte also auf einen höflichen Umgangston achten und Schimpfworte, Beleidigungen und Fäkalsprache unterlassen.

Für den CB-Funk benötigt der Benutzer, im Gegensatz zu den Amateurfunkern, keine spezielle Ausbildung oder amtlichen Prüfung. Aufbauen und Einschalten reicht also völlig aus.

Übrigens: Das "Handyverbot am Steuer" gilt nicht für Funkgeräte jeglicher Art. Näheres siehe hier.